Anleitung zum Selbermachen von Pilzpulver zu Hause
Wirf deine Pilzreste nicht einfach weg! Verwandle sie stattdessen in ein nachhaltiges Pilzpulver – die geheime Umami-Bombe, die deiner Küche bislang gefehlt hat. Dieses natürliche Geschmackwunder ist ein vielseitiger Würzgrundstock, reich an natürlichem Glutamat.
Heute nehme ich dich mit auf eine kleine Pilzreise: Aus frischen Champignons zauberst du dein eigenes intensives, natürliches Pilzpulver – ganz ohne störende Chemie! Die Pilze werden behutsam getrocknet und anschließend zu feinem Pulver gemahlen. So entsteht ein geniales Gewürz, das Umami auf ganz neue Weise intensiviert. Perfekt, um Soßen, Suppen und herzhafte Gerichte zu verfeinern. Probier es aus und hauche deinen Kochrezepten noch mehr natürlichen Geschmack ein!

Foto: Axel Collein | Pixel &Co
Mein Rezept zum Pilzpulver selber machen
Kochutensilien
- 1 Dörrautomat alternativ Backofen oder Aifryer
Zutaten
- 100 g Ganze Pilze oder Pilzreste Champignon, Pfifferling. Kräuterseitling, Austernpilz, Steinpilz
Zubereitung
Pilze vorbereiten
- Pilze nur mit einem feuchten Papiertuch am Pilzkopf und Stiel reinigen, nicht unter fließendem Wasser waschen. Die Lamellen, mit einem Haarpinsel reinigen.
- Den Stiel der Pilze am unteren Ende abschneiden. Alle Pilzreste, die beim Schneiden entstehen, sowie ganze Pilze, die unschön oder zu feucht sind, ebenfalls beiseitelegen.
- Die Pilze auf einem Backpapier auslegen und im Dörrautomat bei etwa 60 °C für ungefähr 4 Stunden trocknen. Beim Trocknen verlieren die Pilze deutlich an Volumen und werden sehr fest. Sie sind trocken genug, wenn man sie noch biegen kann, ohne dass sie leicht brechen.
- Die getrockneten Pilzreste in einen Foodprozessor geben und fein mahlen. Das Pilzpulver sollte luftdicht verschlossen aufbewahrt werden, am besten in einem dunklen Glas oder Behälter.
Notizen
Angaben Pilzpulver Rezept
In meinem Rezept für Pilzpulver nenne ich zwei wichtige Angaben, die entscheidend dafür sind, dass das Rezept im Internet leicht gefunden wird. Zum einen handelt es sich um die Menge der verwendeten Pilze (100 g), die für eine korrekte Nährwertberechnung unverzichtbar ist. Zum anderen ist die Trocknungszeit der Pilze ein wesentlicher Faktor. Diese variiert jedoch stark, sodass es kaum möglich ist, ein einheitliches Rezept für alle Pilzarten und deren Feuchtigkeitsgehalt vor dem Trocknen bereitzustellen.Nährwerte
Mein Video zum Pilzpulver selber herstellen

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Pilzreste für Pilzpulver trocknen – so einfach gehts
Natürlich beschreibe ich das Trocknen der Pilzreste in einem Dörrautomaten und biete damit eine Grundlage. Die Pilze lassen sich jedoch genauso gut bei derselben Temperatur im Backofen oder im Airfryer trocknen. Da meistens in einem Haushalt nur wenige Pilzreste zur Weiterverarbeitung anfallen, habe ich mir eine alternative Methode zum Trocknen überlegt. Die Pilzreste gebe ich in eine kleine, feuerfeste Form und stelle sie neben den Backofen.
Immer wenn ich den Backofen zum Beispiel nach dem Backen von Brötchen ausschalte, stelle ich die Form einfach hinein. So benötige ich keine zusätzliche Energie, um die Pilzreste für das Pulver zu trocknen. Mit mehrmaliger Wiederholung innerhalb einer Woche werden die Pilzreste so spielend leicht ausreichend getrocknet.
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Welche Pilzsorten eignen sich am besten für die Pulverherstellung?
Alle Speisepilze sowie ihre Reste eignen sich hervorragend zur Herstellung von Pilzpulver. Bei mir kommen traditionell vor allem kultivierte Sorten wie der Champignon zum Einsatz. Je nach Saison verwende ich zudem Pfifferlinge, die nach dem Trocknen ein dunkleres Pulver mit einer gröberen Struktur ergeben. Auf den Bildern sind die unterschiedlichen Pilzpulver in den kleinen, runden Schalen gut zu erkennen. Auch im Duft und Aroma lassen sich die Pilzsorten deutlich unterscheiden, was ihre gezielte Anwendung erleichtert.

Wie verwendet man Pilzpulver in der Küche?
Pilzpulver ist ein natürlicher Geschmacksverstärker und bereichert die fünfte Grundgeschmacksrichtung „umami“ neben salzig, süß, bitter und sauer. Wenn du beim Abschmecken das Gefühl hast, es fehlt etwas Salz, lohnt es sich zuerst zu prüfen, ob deinem Gericht vielleicht eine wichtige Geschmacksnuance fehlt und es deswegen fad schmeckt. Genau hier kommt Pilzpulver ins Spiel: Oft wird es als Salzersatz bezeichnet, weil es die natürlichen Aromen deiner Speisen intensiviert und hervorhebt.
Ähnlich wie guter Pfeffer oder frische Kräuter, die erst nach dem Kochen hinzugefügt werden, bringt Pilzpulver eine wohlduftende und harmonische Geschmacksnote in deine Gerichte. Probier es aus und entdecke, wie einfach du deinen Speisen mehr Tiefe und Raffinesse verleihen kannst. Besonders beliebt ist ein Pilzpulver bei der Zubereitung von Schmorgerichten und Rezepten mit Pilzen.
Pilzpulver für eine schnelle Sauce
Ich begann, das würzige Pulver zu verwenden, als wir das Rezept für die Weltbeste Grill- und Burgersauce entwickelt haben. Für den Umami-Geschmack wählten wir Pilze und Tomaten als Hauptzutaten. Beide verwenden wir in getrockneter Form, um die Basis der Sauce besonders schnell zubereiten zu können. So entsteht in kürzester Zeit eine intensiv schmeckende Sauce. Dieses Prinzip lässt sich auf jede andere Sauce übertragen, die schnell viel Tiefe erhalten und dennoch wie eine aufwendig zubereitete Rinderjus schmecken soll.

Tipps zur richtigen Lagerung von Pilzpulver.
Ist das Pulver einmal luftdicht verpackt und trocken gelagert, bleibt es jahrelang haltbar. Im Gegensatz zu ganzen Trockenpilzen muss Pilzpulver nicht eingeweicht werden, sondern ist sofort einsatzbereit. Ich empfehle, das Pulver in einem dunklen Glas oder Behälter aufzubewahren, um es vor Licht und UV-Strahlung zu schützen. Denn Licht beschleunigt den Abbau der wertvollen Inhaltsstoffe, wodurch die Qualität des Pilzpulvers schnell nachlassen kann.
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