Saftgulasch ist eines der ältesten Schmorgerichte überhaupt und diese Tradition pflege ich auch heute noch.

Für mich ist Gulasch eine Kindheiterinnerung. Es wurde Freitags Abends angesetzt. Das heiß das Fleisch wurde geschnitten. Unmegen von Zwiebeln gewürfelt und ein guter Rotwein war auch immer mit dabei. Wenn das Fleisch im Schmortopf brutzelte und sich der Geruch von dem angebratenen Fleisch / Zwiebeln und den Gewürzen breit machte. Dann freute man sich schon aufs Sonntagsessen. Denn das Gulasch wurde jeden Tag für mind. eine Stunde geschmort und wieder zur Seite gestellt. So konnten sich die Aromen schön entwickeln und wenn am Sonntag Gäste kamen, dann waren es ganz besondere Gäste. Gäste, die zum Familienkreis gehörten. Denn nur für diese Gäste wurde das Gulasch gemacht und für diese Gäste wollte man auch viel Zeit haben!

So wurde auch der gusseiserne Topf mitten auf den Tisch gestellt. Da blieb das Fleisch auch lange heiß und man musste keine Angst haben dass der zweite Teller Gulasch nur noch lauwarm war. So ein Essen ist einfachKlasse. Es wärmt den Körper und die Seele. Da gehört der groß Bräter einfach dazu. Er strahlt Gemütlichkeit und Wohlbehagen aus. Auch heute noch gibt es das Gulasch aus einem großen Gusseisernen Topf.

Dafür braucht Ihr:

(Verwendete Geräte Gewürzkugel* oder Tee-Ei*)

Saftgulasch

Zutaten

  • 1200 gr Rindfleisch (aus der Wade)
  • 800-1000 gr Zwiebeln
  • 500 ml Rinderbrühe grob gerechnet /je nach Topfgröße
  • 1 EL Schweineschmalz
  • 1 Glas Rotwein
  • 2 Stück Loorbeerblätter
  • 1 TL Paprika edelsüß
  • 1/2 Tl Rosenpaprika (vorsichtig dosieren!)
  • 1 EL Essig
  • 1 TL Zucker
  • 1/2 TL Kümmel entweder frisch gemahlen oder gemörsert
  • 1/2 TL Pimentsamen

Herstellung

Vorbereitung

  1. Das Fleisch sollte Zimmerwarm sein. Also frühzeitig aus der Kühlung nehmen und in ca. 4x4cm große Stücke schneiden.  Die Zwiebeln fein würfeln.

  2. In einem großen Topf das Fleisch portionsweise mit dem Schweineschmalz scharf anbraten. Vorsicht, wenn zuviel Fleisch in den Topf kommt beginnt es zu kochen! Das sollte auf keinen Fall geschehen. Nehmt Euch die Zeit dafür! Das Fleisch aus dem Topf nehmen und nun die Zwiebeln darin anbraten. Auch hier bitte nehmt Euch die Zeit. Sie dürfen nur ganz leicht Farbe bekommen, sollten aber nicht mehr roh sein. Also langsam anbraten. Wenn die Hälfte der Zwiebeln etwas Farbe genommen hat, den Zucker hinzugeben.

    Anschließend das Fleisch mit dem Bratensaft zurück in den Topf. Mit Rotwein ablöschen und den Paprika dazu geben. Wenn die Flüssigkeit fast verdunstet ist, den Essig dazu geben und soweit mit Rinderbrühe auffüllen das 2/3 des Fleischen bedeckt sind. Piment und Lorbeerblätter in deine Gewürzkugel oder ein Tee-Ei geben und in zu dem Fleisch dazu geben.

    Den Backofen auf 130-140°C Ober-/Unterhitze vorheizen und den geschlossenen Topf im Backofen gut 2-3 Stunden* schmoren lassen. Wer keinen Hitzebeständigen Top hat, kann dies auch gerne auf dem Herd leicht köchelnd Schmoren lassen.


    *die 2-3 Stunden kann man gerne auf mehrere Tagen verteilt werden. Das tut dem Geschmack richtig gut. Denn durch das Abkühlen und wieder erwärmen können sich die Aromen richtig gut entfalten. Außerdem wird das Fleisch mürber (finde ich...).

Zusatzinfo / Tipps

TIPs

  • Manche mögen keinen Rotwein im Gulasch, die können gerne den Wein gegen ein Bier Ihrer Wahl austauschen. Das ist Geschmackssache.
  • Bei den Gewürzen könnt Ihr gerne spielen, getrockneter Majoran / Oregano sind hier auch eine sinvolle Ergänzung
  • Gulasch wird gerne in großen Mengen gemacht, das ist auch gut für den Geschmack. Ich friere gerne eine oder zwei Protionen ein. Somit habe ich dann schnell etwas auf dem Tisch.
  • Wer mag, der kann gerne noch ein oder zwei Markknochen mit ins Fleisch geben und sie gut 15 Minuten mit schmoren. Ich mag es nicht, da Mark in Verbindung mit der Kreuzfeld-Jacob-Krankheit gebracht wird... Aber das ist auch hier Geschmackssache.
  • Zu einem so leckeren Gulasch, passen die klassischen Knödel. Wie auch Nudeln oder einfach ein leckeres Stück Bauernbrot.

 

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