Einhorn-Torte

Meine erste Motivtorte, an die ich mich gewagt habe war eine Einhorn-Torte für eine damals ganz liebe Kollegin. Ich wußte, dass sie kein Fan von Fondant ist und auch eine klassische Buttercreme verabscheute. So hatte ich zwei Kriterien, die ich zu erfüllen versuchte. Gut, eines war unumgänglich das Horn musste aus Fondant sein und die Ohren leider auch.

Welchen Teig nehme ich?

Der Teig, der Einhorntorte sollte leicht sein aber auch gleichzeitig einen guten Stand besitzen denn die Torte wird hoch. Zusätzliche Röhrchen oder Stäbchen als Stütze im Kuchen möchte ich vermeiden. So habe ich mich für den Wunderkuchen entschieden. Er ist eine Art Biskuit und hat dennoch sehr viel Stabilität. Dazu kommt dass ich den Kuchen in mehreren Farben einfärben möchte und so einen tollen Regenbogen im inneren des Kuchens haben möchte, den man erst beim Anschnitt erkennt.

Welche Creme nehme ich als Füllung und zum Einstreichen?

Die Creme sollte schön hell sein. Denn ein Einhorn ist nunmal weiß. Dazu sollte sie gut schmecken und „leicht“ sein. Denn die einzelnen Tortenböden sind gehaltvoll genug, so daß die Creme eine leichtere Komponente darstellen soll. Die  Buttercreme dasr einfach nur himmlisch leicht sein. Damit war eine Ganache aus dem Rennen, denn sie ist einfach zu mächtig. Fondant ist zu süß und war nicht erwünscht. So fiel meine Wahl auf eine italienische Buttercreme. Sie kann geschmacklich aromatisiert werden und eignet sich auch zum einfärben.

Die Details waren geklärt nun ging es an die Zeitplanung. Insgesammt habe ich mir 3 Tage Zeit für mein schönes Einhorn genommen. Warum drei Tage? Nun die einzelnen Details möchten gut vorbereitet sein. Auch die  Zeit zum Trocknen muss eingeplant werden damit alles ohne Hektik zum geplanten Termin fertig wird.

Einhorntorte Herstellung Ohren und Horn

 

Video zur Herstellung erster Tag

 

 

Wir starten mit dem Horn und den Ohren! Diese brauchen mal längsten Zeit zum Trocknen. Ich habe mir das Fondant von Dekoback besorgt. Hier gibt es auch ein goldenes Fondant*. Das erleichtert die Arbeit ungemein. Dazu noch ein klassisches weißes Fondant*. Davon jeweils ein Päckchen (250gr). Und noch ein Holzspieß / Holzstäbchen und etwas Puderzucker. Der Fondant war schön weich, so mußte ich ihn nur kurz durchkneten. Dazu habe ich die Unterlage mit Puderzucker fein bestreut und ca. 200 gr. von dem goldenen Fondant zu einer langen Stange gedreht. Das Ende etwas dünner und um mein Holzstäbchen gewickelt. Siehe Video zu Fondant Horn und Ohren.  Das Horn anschließend in ein Glas oder einem anderen sicheren Behälter zum Trocknen stellen. Vorsicht! Das Horn ist recht schwer, es muss ein noch schwereres Gefäß sein. Den restlichen, goldenen Fondat luftdicht

Einhorntorte Herstellung der Ohren aus Fondant

Die fertigen Öhrchen

verpacken. Den benötigen wir noch für die Augen und den Mund. Nun knete ich den weißen Fondant (ca. 150gr.), schneide eine Vorlage aus Papier aus. So habe ich definitiv das richtige Ohr und muss es nicht nachmodelieren. Diese Papiervorlage lege ich auf den 3mm dicken, weißen Fondant und schneiden die Ohren aus. Den Rest von weißen Fondat färbe ich mit einem klitzekleinen Tropfen aus den Wilton Gelfarben* ein. Bitte ganz vorsichtig färben, die Wiltonfarben sind sehr intensiv! Dann rolle ich den Fondant aus und schneide mit der Schablone  das Innenohr aus und kleine es auf das größere weiße Ohr und fixiere es mit Alufolie. Damit es beim Trocknen genau in der Form bleibt.
Die Fondantteile dürfen nun komplett 2 Tage bei Raumtemperatur trocknen. Ich stelle sie dazu in einen Schrank. Damit gehe ich sicher dass kein Geruch oder Staub an sie kommt.

Teig für die Einhorntorte

der eingefärbte Teig

Weiter geht es mit den Kuchenböden für meine Einhorntorte. Ich habe mich entschlossen eine Springform mit 20cm Durchmesser zu nehmen und eine Halbkugel. Für das Ganze benötige ich 1 x Wunderkuchenrezept. Den Teig stelle ich ganz gewohnt nach Anleitung her. Nehme ca. 1/3 davon für die Halbkugelform ab und den restlichen Teig fülle ich in 5 Schüsselchen und färbe ihn mit den Wilton Gelfarben* ein. Hier darf es gerne etwas kräftiger sein, es soll ja an einen Regenbogen erinnern. Nun buttere und mehliere ich meine Springform und heize den Backofen auf 180 Grad Ober-/Unterhitze vor. Backe jeden Boden einzeln (ca. 10 Minuten)! Gebe ihn auf ein Kuchengitter und lasse ihn auskühlen. Vorsicht! Die Böden dürfen nicht braun werden!
Anschließend gebe ich in den restlichen Teig für den Halbkugel kleine Zuckerstreusel. (Ein Einhorn hat ja

Teig für den Einhorn Kopf

Teig mit Zuckerstreusel roh

lauter bunte Flausen im Kopf). Diesen Teig fülle ich in die ausgebutterte und mehlierte Halbkugel und backe sie für gut 30 Minuten. Hier bitte eine Stäbchenprobe machen, damit sicher ist, dass der Teig wirklich durch gebacken ist. Auch diesen gut durchkühlen lassen. Am besten über Nacht!

 

 

 

 
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